IGel – Leistungen

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) sind bekanntermaßen stets darauf bedacht, ihre Ausgaben gering zu halten. Daher wurde ihr Leistungskatalog in den letzten Jahrzehnten immer weiter beschnitten, während es neue und alternative Verfahren schwer haben, darin aufgenommen zu werden.

In der Konsequenz werden die Kosten für viele durchaus sinnvolle Diagnosemethoden nicht (mehr) übernommen. Wer sie dennoch in Anspruch nehmen will, benötigt entweder eine entsprechende Zusatzversicherung oder muss selbst für die Kosten aufkommen. Auch in unserer Praxis beschränken wir uns nicht nur auf das schmale Angebot des GKV-Leistungskatalogs, sondern bieten Ihnen überdies einige empfehlenswerte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) für Selbstzahlerinnen an.

IGeL-Leistungen =Individuelle Gesundheits-Leistungen, sind also Zusatz-Leistungen, die über den Umfang der regulären Kassenleistungen hinaus als  ausführlichere Untersuchung oder besondere Extra-Leistung dazugewählt werden können. Da diese Zusatzleistungen NICHT von den Krankenkassen übernommen werden, sind sie kostenpflichtig.

Im Einzelnen können Sie bei uns folgende IGeL in Anspruch nehmen:

  • Ultraschall zur Eierstockkrebs-/Brustkrebs-Früherkennung = Krebsvorsorge „plus“
  • HPV-Test
  • ThinPrep-Test: ergänzende Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung = Dünnschicht-Zytologie
  • Infektionsdiagnostik sexuell übertragbarer Erkrankungen (STD):
    • Chlamydien-Test
    • Syphilis-/Tripper-Test
    • HPV-Abstrich
    • HIV-/Hepatitis
  • Verhütung (Einlage einer Spirale, Kupferkette / -ball)
  • Hormonanalysen z.B. in den Wechseljahren
  • Schwangerschaftsdiagnostik (Immunstatus bestimmter Infektionserkrankungen, Zusatz-Ultraschall)
  • Spezielle Impfungen

Auch ohne Auffälligkeiten bei der regulären Untersuchung kann für einige Patientinnen eine Ultraschall- oder andere Zusatzuntersuchung/-Leistung sinnvoll und beruhigend sein, da jede Frau ein entsprechend Ihrer Vor- und Familiengeschichte sowie bisherigen Erfahrungen oder Sorgen individuelles Sicherheitsbedürfnis empfindet. Dementsprechend kann der Wunsch nach einer ausführlicheren Zusatz-Untersuchung bestehen, die leider nicht von den Kassen übernommen wird und damit kostenpflichtig ist.

Ultraschall

Gynäkologischer/vaginaler Ultraschall zur besseren Beurteilung der Gebärmutter und insbesondere der Eierstöcke als Ergänzung zur Tastuntersuchung bei der normalen Krebsvorsorge  = „Krebsvorsorge plus“ oder zum Zyklusmonitoring bei Kinderwunsch.

Brustultraschall: ersetzt nicht die Routine-Mammographie, kann aber besonders für Frauen mit sehr dichter Brust eine ergänzende Untersuchung sein. Bei Vorliegen eines auffälligen Tastbefundes übernehmen die Kassen die Kosten.

Zusätzlicher Wunschultraschall in der Schwangerschaft = Babyfernsehen
Nur insgesamt 4 Ultraschall- Untersuchungen werden von den Kassen während der gesamten Schwangerschaft übernommen, außer bei  bestehenden Komplikationen. Ein Ultraschall vom Baby ohne besonderen Grund (Babyfernsehen) muss selbst bezahlt werden.

HPV-Abstrich

Dies ist eine Untersuchung auf eine aktuell bestehende oder persistierende Infektion des Gebärmutterhalses (Muttermund) mit dem HPV-Virus (Humanes Papilloma Virus).
Häufig sind Zellveränderungen am Muttermund mit einer HPV-Infektion assoziiert.
Derzeit werden allerdings die Kosten für einen HPV-Abstrich von den Kassen nur  bei bereits auffälligem Zell-Abstrich vom Gebärmutterhals (ab  Pap III) übernommen, um abzuschätzen, ob ein erhöhtes Risiko für eine Weiterentwicklung dieser Zellveränderung zu einer manifesten Krebserkrankung vorliegt.

Dünnschicht-Zytologie

Spezielle Methode, um die vom Gebärmutterhals abgenommen Zellen in einem flüssigen Spezielmedium besser sichtbar und im Labor beurteilbar zu machen. Ob dadurch tatsächlich seltener eine Krebserkrankung übersehen wird, ist wissenschaftlich noch nicht bewiesen.

Infektionsdiagnostik

Zusätzliche Infektionsdiagnostik in der Schwangerschaft:
bei unbekanntem Immunstatus (außer bei Verdacht auf frische/akute Infektion>> dann ist es Kassenleistung)

  • z. B. Toxoplasmose
  • RINGELröteln (Parvovirus)
  • (Z)Cytomegalie (CMV)
  • B-Streptokokken (vag. Abstrich am Schwangerschaftsende)

Ausschluss sexuell übertragbarer Erkrankungen (STD):
mittels Vaginalabstrich

  • Chlamydien-Test
  • Syphilis-/Tripper-Test
  • HPV-Abstrich

mittels Blutentnahme auf

  • HIV-/Hepatitis

Spezielle Verhütungsmethoden

Aufklärung, Einlage und Materialpreis einschließlich US-Kontrolle im ersten Jahr:

  • Kupferspirale
  • Kupfer-Gold-Spirale
  • Kupferkette/ Kupferball
  • Hormonspirale

Ultraschall-Kontrolle der Spirale:
Ob eine Spirale tatsächlich „richtig“ in der Gebärmutter liegt, lässt sich nur durch Ultraschall herausfinden. Die Kontrolle im ersten Jahr der Einlage ist im Einlagepreis enthalten, alle weiteren Kontrollen z. B. im Rahmen der Routine-Krebsvorsorge sind dann kostenpflichtig.

Spezielle Impfungen

  • gegen zu häufige Blasenentzüdungen
  • gegen zu häufige Vaginalinfektionen